Textilien

 

Hier werden nach und nach Beschreibungen über die verwendeten Textilien und ihren Eigenschaften erscheinen.

Baumwolle

Baumwolle ist eine Naturfaser, die aus der Samenkapsel der Baumwollpflanze gewonnen wird. Bei der Reife, etwa 25 – 30 Tage nach der Bestäubung, platzen die Kapselfrüchte auf. Weiße, gelbliche bis bräunliche Samenwolle quillt heraus und bildet faustgroße Bäusche. Je nach Klima und Boden werden verschiedene Baumwollsorten produziert.
Baumwolle kann gefärbt, appretiert und mottenecht und auf vielerlei Art ausgerüstet werden. Sie besteht zu 84 – 91% aus Zellulose, der Rest setzt sich aus Wasser, Hemizellulosen, Pektinen, Eiweißen und Wachsen zusammen. Baumwollstoffe zeichnen sich durch vielfältige Verwendungsmöglichkeiten aus
Die älteste Baumwollkultur wurde in Indien für das 3. Jahrtausend v. Chr. nachgewiesen. Von Indien aus gelangte die Baumwolle nach China. Gleichzeitig wurde sie auch von den Inkas in Mittelamerika angebaut. Im 8. -10. Jahrhundert führten die Araber die Kultur der Baumwolle von Persien aus in Nordamerika, Sizilien und Südspanien ein.

Seide

Seide steht für Fasern, die ausschließlich aus Kokons seidenspinnender Insekten gewonnen werden
Die echte Seide, oder auch Naturseide, wird vom Maulbeerspinner gewonnen. Beim Verpuppen des Maulbeerspinners werden sehr feine und feste Fäden, die zu 75% aus Fibroin ( Einweiß ) und zu 25% aus Sericin ( Lein/Bast ) bestehen, ausgestoßen.
Es gibt verschiedene Arten von Seidengeweben, wobei man zwischen Roh-, Rein-,Natur-Schappe- oder Bourettseidengeweben unterscheidet. Erwähnt sei noch die Wildseide, von wildlebenden und selten gezüchteten Schmetterlingsarten, deren Kokons schlecht abhaspelbar ist. Die wichtigste Wildseide ist die Tussahseide, vom Tussah-Spinner aus Indien. Sie findet ihrer Verwendung für Plüsche, Velours, Möbelstoffe und Nähseide.
Aber auch pflanzliche Seiden finden ihre Verwendung. Diese Seide wird aus den Samenhaaren der Planzenseide (z.B. Apocynacee, Hundsgiftgewächs) gewonnen. Wegen ihrer geringen Festigkeit sind sie nicht verspinnbar und werden als Watte, Füll oder Polstermaterial verwendet. Acetat, Cupro oder Reyon sind Kunstseiden, d.h. chemisch in Form von Endlosgarnen hergestellte Chemiefasern.

Wolle (Schurwolle)

Schurwolle, darf so heißen, wenn sie durch die Schur von Schaf gewonnen wurde. Wolle aus Schafshaaren wurde schon in Frühzeiten zu Kleidung verarbeitet.
Die beste Wolle kommt aus den Schultern des Schafes. Sie ist zylindrisch, schuppig und natürlich gewellt. Die Luft wird unter den Schuppen gespeichert. Sie isoliert so den Körper gegen Wärmeverlust und bewirkt, daß die Faser sich warm aufühlt. Verschiedene Schafrassen liefern unterschiedliche Qualitäten. Die Merinowolle, vom Merinoschaf gewonnen, wird meistens für elegante Stoffe verarbeitet. Shetlandwolle, eine gröbere Wolle, wird für sportive Textilien eingesetzt. Lammwolle, die von bis zu sechs Monaten alten Lämmern geschoren wird, ist besonders fein und geschmeidig. Darüber hinaus gibt es noch die Angorawolle und die Kaschmirwolle, welche als edelste aller Wollen zählt. Sie wird häufig mit Mohairwolle vermischt, die wiederum von der Angoraziege stammt.
Wolle ist kein typischer Waschartikel. Die Schuppen der Fasern verfilzen bei zu häufigem Waschen. Wollstoffe sind unterschiedlich ausgerüstet und werden heute so verarbeitet, daß sie maschinenwaschbar sind.
Beimischungen mit anderen Fasern wie Polyester, Polyamid, Acryl, Viskose oder Baumwolle verbessern die Festigkeit und das Pflegeverhalten.

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